Baby bei Untersuchung

Der Beikost-Start

Beikost

Dein Baby schmatzt, wenn du isst und verfolgt jeden deiner Bissen vom Teller bis in deinen Mund? Dann ist er/sie vielleicht bereit für die Einführung von Beikost!

 

Reifezeichen für Beikost

Das Interesse am Essen der Familie ist ein erster wichtiger Hinweis darauf, dass dein Baby nun reif genug dafür ist, zu essen. Für die Aufnahme „fester“ Nahrung ist es aber darüber hinaus noch wichtig, dass dein Kind im Sitzen den Kopf aufrecht halten und die Hand gezielt zum Mund führen kann. Sollte das alles bei euch zutreffen, könnt ihr loslegen! Wenn nicht, warte mit der Beikosteinführung noch ein bisschen.

 

Idealer Zeitpunkt zur Beikosteinführung

Beikost sollte jedenfalls zwischen Anfang des fünften und Ende des sechsten Lebensmonats eingeführt werden (also zwischen der 17. und 26. Lebenswoche). Für den Anfang ist es eine Ergänzung zu den gewohnten Still- oder Flaschenmahlzeiten und wird diese erst nach und nach ersetzen. Momentan muss dein Kind nicht essen, da es ausreichend Nährstoffe über die Muttermilch oder Flaschennahrung erhält. Beikost sollte daher auch zwischen zwei Still- bzw. Flaschenmahlzeiten gegeben werden. Der beste Zeitpunkt für die ersten Mahlzeiten ist der Vormittag. Dein Kind ist wach und aufmerksam, aber auch satt von der morgendlichen Still- oder Flaschenmahlzeit. Somit kann die neue Nahrung ungestört erforscht werden. Falls dein Kind zeitgleich gerade zu krabbeln beginnt oder mitten in einem anderen großen Lernprozess ist, verschiebe die ersten festen Mahlzeiten noch um ein oder zwei Wochen.

 

Was soll ich meinem Baby anbieten?

Fürs Erste ist Gemüse wie Karotte, Kürbis, Pastinake, Brokkoli oder Süßkartoffel keine vollwertige Mahlzeit. Das Gemüse wird am besten gekocht und je nach „Familienphilosophie“ im Ganzen zum Halten und Abbeißen oder als Brei angeboten. Wenn du deinem Kind Gemüsestücke geben möchtest, eignen sich etwa Karotte oder Brokkoli und alle Gemüse, die weich gekocht werden können und dennoch mit der Hand gut zu halten sind, sodass ein Stück aus der Hand herausschauen und dein Kind abbeißen kann. Dem Gemüsebrei sollte Öl beigefügt werden, um die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine zu gewährleisten. Dafür gut geeignet sind zu Beispiel Lein- Oliven- oder Rapsöl. Salz wir nur sehr sparsam verwendet und auf starke Gewürze gänzlich verzichtet. Dein Kind soll den Eigengeschmack der einzelnen Lebensmittel kennenlernen. Kinder haben zwar einen sehr feinen Geschmackssinn und bevorzugen süße Speisen während sie bittere (zum Beispiel Spinat, aber auch eventuell Brokkoli) zu Beginn eher selten gerne haben.

Geschmack ist aber eine Gewohnheitssache, also probiere ein Lebensmittel ruhig öfter aus. Denn wir essen nicht was uns schmeckt, sondern uns schmeckt, was wir essen. Das bedeutet, dass Geschmack durchaus trainiert werden kann.

Zum Essen soll dein Kind aufrecht sitzen und die Füße abstellen können, um gut schlucken zu können. Wenn du dein Baby mit einem Löffel fütterst, ist es wichtig, dass es sich die Nahrung immer selbst vom Löffel nimmt und du nicht stopfst!

Und keine Sorge, falls dein Kind nicht sofort begeistert isst. Kinder, die nicht gerne essen, sind hervorragende Trinker und holen sich so alles, was sie brauchen!

Solltest du Fragen zu Thema Beikost haben, wird dich deine Hebamme gerne beraten.

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