Rückbildung: Hebammentipps für deinen Weg zur starken Mitte

Der Weg zurück zur starken Mitte

Du möchtest nach der Geburt so langsam wieder in Bewegung kommen? Sei achtsam mit dir und deinem Körper! Das Wochenbett dauert 6-8 Wochen und hat seinen Namen nicht ohne Grund. Wir haben ein paar Hebammentipps für dich parat!

 

Aus dem Liegen hochkommen – aber bitte über die Seite!

Wenn du dich von der liegenden Position hochsetzen möchtest, ist es im Wochenbett sehr wirksam, sich zuerst auf eine Seite zu drehen und dann über deinen vor dir aufgestellten Arm hochzudrücken. In diesem Bewegungsablauf wird deine diagonale Bauchmuskulatur aktiviert und die Rückbildung einer Rektusdiastase unterstützt.

 

Spazieren

Frische Luft tut gut und ein paar Sonnenstrahlen wärmen nicht nur unsere Haut, sondern auch unsere Gedanken!

Starte bitte langsam im Wochenbett und wähle kurze Routen, die auch Möglichkeiten zum Ausruhen (Parkbank) bieten. Wenn du dich sicher fühlst, kannst du deine Spazierwege mit jeden Tag etwas erweitern. Falls du mit dem Kinderwagen unterwegs bist, versuche die Haltestange von unten zu ergreifen, sodass deine Fingernägel zu dir nach oben gerichtet sind. Durch diese Maßnahme nimmst du automatisch eine aufrechte Haltung ein und aktivierst deinen Beckenboden.

 

Beckenbodentraining – im Alltag integriert

Anfangs ist es schwierig, neben all den Tätigkeiten als Mama auch noch genügend Zeit für ein ausführliches Training aufzubringen. Setze dir Ziele, die realistisch sind. Ein Beispiel dafür wäre, dass du beim Zähneputzen morgens und abends deinen Beckenboden im Wechsel kontrahierst und entspannst. Täglich kannst du selbst die Wiederholungszahl, das Tempo oder die Intensität steigern! Bitte beachte, dass es NICHT empfehlenswert ist, deinen Harndrang zurückzuhalten oder sogar den Harnstrahl immer wieder abzustoppen!

 

Aufrecht sitzen – aber wie?

Anfangs verbringen Mütter relativ viel Zeit auf ihrer Couch um ihr Baby zu stillen. Das ist auch gut so! Nicht selten passen Mamas ihre Position dem Baby an, damit dieses bequemer liegen oder gut weiterschlafen kann. Versuche zumindest beim Essen, dich so auf deinen Stuhl zu setzen, dass du deine Wirbelsäule Wirbel für Wirbel aufrichtest und dein Becken leicht nach vorne kippst. Du kreierst hiermit einen starken Rücken und eine aufrechte Haltung.

 

Dein Baby will getragen werden – das ist ganz normal!

Wenn dein Kind es genießt von dir getragen zu werden, dann ist das ein ganz natürliches Verhalten. Wichtig dabei ist, dass du dein Baby nah am Körper trägst und nicht seitlich auf deiner Hüfte absetzt, indem du mit dieser zu einer Seit ausweichst. Allgemein gilt

beim Tragen von Lasten: So wenig Gewicht wie möglich, Bauchnabel zentrieren, Beckenboden aktivieren!

 

Wir hoffen diese Ratschläge sind dir ein kleiner Wegweiser in deiner Rückbildungsphase und du findest deinen Weg zu einer starken Mitte – in deine individuelle Balance!

 

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