Von A - Z
Allerlei Wissenswertes!
Hier finden Sie Erklärungen von Fachbegriffen und auch sonst allerlei Wissenswertes.
Wenn Sie Anregungen und Vorschläge haben, wie man diese Punkte erweitern kann, schreiben Sie bitte ein Email an oehg@wien.hebammen.at.
- A
- Akupunktur
- (chinesisch: zhen jiu)
Aus der chinesischen Medizin stammende Therapieform, deren Wirkung auf den neuralen Verbindungen zwischen oberflächlichen Körperschichten (Haut, Muskeln) und den inneren Organen basiert. Auf 14 Meridianen gibt es ca. 700 Akupunkturpunkte.
Siehe auch: www.med-health.com/akupunkt.htm Externer Link - Amniocentese
- siehe "Fruchtwasserpunktion"
- B
- Blütenessenzen
- Mit den Energieschwingungen von Blüten können ungünstige Seelenzustände ausgeglichen werden. In den Essenzen sind keine Wirkstoffe im herkömmlichen Sinn enthalten, sondern nur sozusagen die "Seele" der Blüten.
- Blähungen
- Sachen,die blähen:
Hülsenfrüchte, Gurken, Knoblauch, Zwiebel, Kohl, Lauch, Kürbis, Nüsse, Paprika, Radieschen, Rettich, Schnittlauch, Schwarzwurzeln, Kuchen und Gebäck mit Backpulver, sehr frisches Hefegebäck (auch Pizza), hart gekochte Eier, grobes Vollkornbrot, kohlen- säurehaltiges Mineralwasser, rohe Milch, Mais, Pilze, Antibiotikum, Eisentabletten, Milchzucker, Apfelessig.
- C
- Cranio-Sacrale-Osteopathie
- Ganzkörpertherapie um die Selbstregulation des Organismus anzuregen, z.B. nach traumatischn Geburten, Blähungen, Schlafstörungen des Säuglings, bei Kreuzschmerzen vor und nach der Geburt. Eignet sich bei allen Beschwerden des Bewegungsapparates.
- CTG
- Cardio-Toco-Graphie = Herzon-Wehen-Schreibung
Insbesonders unter der Geburt (aber auch in der Schwangerschaft) ist es wichtig, die Herztöne des Babys zu kontrollieren - dies kann mit einem CTG gerät geschehen, welches die Herztöne und gegebenenfalls die Wehen aufzeichnet.
- D
- Dammriß
- Manchmal macht sich das Baby bei einer der allerletzten Preßwehen selbst ein wenig Platz und manchmal muß ein Dammschnitt (Episiotomie) gemacht werden.
- Dammschnitt
- (Episiotomie)
Muß manchmal gemacht werden, damit das Baby leichter zur Welt kommen kann
- beides, Dammschnitt und Dammriß, werden gleich nach der Geburt von der Hebamme oder vom Arzt in Lokalanästhesie genäht - mit Fäden, die sich von selbst auflösen. - Depression nach der Geburt
- Mindestens eine von zehn Müttern macht die Erfahrung einer postpartalen (partus=Geburt) Depression: Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Appetitlosigkeit, Schlafprobleme unabhängig vom Baby, Konzentrationsstörungen, übertriebene Ängstlichkeit das Baby betrefffend, Angst das Baby zu verletzen, Schuldgefühle und Gefühle der Minderwertigkeit treten meist schleichend in den Wochen nach der Geburt auf.
Wenn mehrere dieser Symptome über 14 Tage fast durchgehend vorhanden sind bedeutet dies, daß die Frau an dieser gut behandelbaren Erkrankung leidet.
Behandlungmöglichkeiten: Psychotherapie, bei schwerere Form: Antidepressiva mit Psychotherapie. Als Begleitmaßnahmen sind eine sofortige Entlastung der Mutter und intensive Unterstützung bei der Babybetreuung nötig (die Frau soll, wenn sie möchte, auf jeden Fall weiter stillen!)
Rat und Hilfe bekommen Sie hier:
Tel: 01/40400-2321
c.klier@netway.at
- E
- Epidural-Anaesthesie
- siehe "PDA"
- Episiotomie
- siehe "Dammschnitt"
- F
- Fruchtwasserpunktion
- Mit einer Nadel wird ca. in der 16. Schwangerschaftswoche Fruchtwasser durch die Bauchdecke der Mutter hindurch entnommen, um eventuelle Chromosomenschäden des Kindes feststellen zu können.
- G
- Gestose
- Am besten, Sie schauen selbst hier nach: www.gestose-frauen.de Externer Link
- H
- Hebamme
- Die Berufsbezeichnung "Hebamme" stammt vom althochdeutschen Ausdruck "hevianna", was "die Hebende" heißt. Die Wurzeln dafür reichen in germanische Zeit zurück, denn damals legte die Hebamme das Neugeborene auf einen Schild und präsentierte es damit dem Vater (hob es ihm entgegen), der es durch die Entgegennahme anerkannte.
- Hellp-Syndrom
- siehe " Gestose"
- Homöopathie
- Heilverfahren, bei dem mit potenzierten (verdünnten) Arzneimitteln gearbeitet wird. Verdünnt wird in 10er Schritten (= D-Potenzen: 9 Teile Alkohol, 1 Teil Ausgangssubstanz) oder in 100er Schritten (= C-Potenzen: 99 Teile Alkohol, 1 Teil Ausgangssubstanz = C1, von dieser "C1" wird wiederum 1 Teil mit 99 Teilen Alkohol verdünnt = C2 usw.) Die Mischungen werden dann verschüttelt.
Man kann die Ausgangssubstanz auch verreiben und mit Milchzucker verdünnen - das ergibt dann die kleinen weißen Kügelchen...
Jenes homoöpatische Mittel wird verwendet, welches in der Lage ist, in hohen Dosen diesselben Krankheitssymptome beim Gesunden zu produzieren.
Homöopathische Arzneimittel können geburtsvorbereitend, geburtsbegleitend und für die Wöchnerin angewandt werden. - Hygiene
- Besonders im Wochenbett: ein bißchen öfter als sonst die Hände waschen (Seife reicht völlig aus), Slip und Handtücher möglichst täglich wechseln.
- K
- Kreißzimmer
- Nein, von kreisrund kommt der Name nicht!
Auch ein Kreißzimmer hat Ecken. Das althochdeutsche Wort "kreißen" findet sich noch im heutigen "kreischen" wieder. Seit jeher geht es bei Geburten nicht ohne schreien, kreischen ab. Interessant ist allerdings, daß im Deutschen der Name für diesen wichtigen Raum von den "Lautäußerungen" der gebärenden Frauen abgeleitet wird, während in anderen Sprachen eher das "Geschehen" im Vordergrund steht (delivery room, sala da parto, salle de travail, dogum odasi, porodni sál...).
- M
- Moxa
- (Moxibustion) (japanisch: mogusa)
Ist ein getrocknetes und pulverisiertes Beifußkraut. Eine Behandlungsmethode der traditionellen chinesischen Akupunktur, wobei die Akupunkturstellen mit Hitze stimuliert werden. Moxa wird (auch) verwendet, um Kinder im Mutterleib bei der Drehung von der Steiß- in die Kopflage zu unterstützen. - Muttermilch
- siehe "Stillen"
- P
- PDA
- (Peridural/Epidural-Anaesthesie)
Regionalanaesthesie zur Wehenschmerz-Ausschaltung: wenn eine Frau bei der Geburt mehr Schmerzen hat, als sie ertragen kann. - PKU
- Die Phenylketonurie (PKU) ist eine seltene Erkrankung, die ca. 1 von 9000 Neugeborenen betrifft.
Rufen Sie Ihre Hebamme an! Sie kommt gerne zu Ihnen nach Hause, um den Fersenstich bei Ihrem Baby zu machen, wenn Sie vor dem 5. Lebenstag Ihres Kindes die Geburtenabteilung verlassen haben. - Präeklampsie
- siehe "Gestose"
- R
- Rückbildungsgymnastik
- Vor allem die Muskulatur des Beckenbodens und die Bauchmuskulatur brauchen ein wenig Nachhilfe, um nach der Geburt wieder in Form zu kommen. Auf, auf und gehen Sie turnen!
- S
- Stillen/Säuglingsernährung
- Zur Ernährung im ersten Lebensjahr gibt es eine Empfehlung des Österreichischen Hebammengremiums. Diese Empfehlungen finden Sie hier.
Bei Stillproblemen wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Hebamme. - Shiatsu
- Druckmassage an den Meridianpunkten des Körpers, um das Wohlbefinden wiederherzustellen oder zu erhalten.
- Stillpsychose
- siehe "Depression nach der Geburt"
- Striae
- Schwangerschaftsstreifen
Nicht nur auf dem Bauch, auch auf dem Busen und an den Oberschenkeln können diese Dehnungsstreifen entstehen - sie verblassen aber in den Monaten nach der Geburt wieder und es bleiben nur zarte silbrig schimmernde Streifchen übrig...
- T
- Triple-Test
- Blut-Test der Mutter in der 15 - 20. Schwangerschaftswoche zur Früherkennung des Down's-Syndroms und /oder Spaltbildungen im Bereich der Neuralleiste.
3 Hormone werden bestimmt:
alpha-Fetoprotein (AFP)
freies Estriol (E3)
beta-Choriongonadotropin (beta-HCG)
Der Test gibt nur Auskunft über ein eventuelles Risiko - weitere Untersuchungen (z.B. Fruchtwasserpunktion) im Falle von Abweichungen sind nötig.
Weitere Infos unter: www.medizin-netz.de/frau/tripletest.htm Externer Link
- W
- Watsu
- (Wasser-Shiatsu)
In fast schwerelosem Zustand unter Wasser wird der Körper bewegt und sanft massiert. Dadurch ist Watsu auch eine ideale Form der Geburtsvorbereitung im Wasser. - Wochenbett
- Wurde von den (begüterten) Frauen früher tatsächlich im Bett verbracht. Es muß eine Zeit der größtmöglichen Schonung und Erholung sein und dauert ab Geburt rund 4 bis 6 Wochen. So lange dauert auch der Wochenfluß.
- Wochenbettblues
- Die Heultage treten plötzlich am dritten oder vierten Tag nach nach der emotional und körperlich fordernden Erfahrung der Geburt auf. Bis zu 75% aller Mütter von Neugeborenen machen dieses vorübergende Gefühlstief durch, das ebenso plötzlich verschwindet, wie es gekommen ist. Die Mutter braucht während dieser Phase Zuwendung und Verständnis für ihre wechselhaften Gefühle.
- Wochenfluß
- In den ersten Tagen nach der Geburt blutig (rot), dann bräunlich, später weißlich.
Keine ! Tampons, sondern Binden verwenden, keine Vollbäder, nicht schwimmen gehen (sonst ist aber alles erlaubt, was Spaß macht).